Flieder

Flieder
Syringa Yunnanensis
Einen Frühling ohne den duftenden Flieder kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Pflückt man ihn und stellt ihn üppig in eine Vase, riecht kurz danach der ganze Raum nach ihm.

Er gehört zu den Ölbaumgewächsen, der hauptsächlich in Südosteuropa und Asien vorkommt. Er bildet lange, bauschige Blütenrispen, deren einzelnen kleine Blüten einen betörenden Duft abgeben. Dieser zieht besonders im zeitigen Frühjahr Insekten und die ersten Schmetterlinge an. Es gibt ihn in herrlichem weiß und zart-lila bis fast rot. Neuere Züchtungen gibt es mit gelben Blüten. Er kann bis zu 5 m hoch werden, verträgt aber keine Staunässe und braucht viel Sonne.

Er zählt zu den lichten Gehölzen und kann wunderbare Hecken bilden, in denen auch zahlreiche Tiere Unterschlupf finden.

Der Flieder kann im Frühling genauso wie im Herbst gepflanzt werden. Die verblühten Rispen sollten baldmöglichst herausgeschnitten werden. Setzt man den Flieder beim Pflanzen nicht tief genug, kann aus den Wurzeln, die ans Tageslicht kommen, schnell ein neuer Sprössling entstehen und da er zum Wuchern neigt, wird es zu anstrengender Gartenarbeit, den Flieder 'in Zaum' zu halten. 

SyringaMicrophylla
Zwiebelblumen sind eine wunderschöne Unterpflanzung, die ihm auch an Farbe nichts nehmen und können dort ungestört Teppiche bilden. Narzissen, Krokusse, Tulpen und ähnliche sind wunderbare Partner. Von den gut 25 Sorten gibt es gefüllte und ungefüllte Blütenrispen. Die Syringa Vulgaris 'Andenken an L. Späth' hat gefüllte, purpurrote Blüten, 'Mme. Memoine' hingegen gefüllte weiße. Die Syringa Reflexa ist besonders reich blühend und ist außen weinrot, innen hingegen hellrosa. Der Königsflieder hat überhängende Äste und einfache, lilafarbende Rispen.