Schneeglöckchen

Schneeglöckchen
So klein das Schneeglöckchen ist, es gehört zu den Amaryllisgewächsen. Im deutschen hat diese wunderbare zarte Blume die abenteurlichsten Namen wie Weissglatze, Schnee-Durchstecher oder Hübsches Februar-Mädchen. Sie ist eine mehrjährige Krautpflanze, die leichte Wärme produziert und so den Schnee um sich herum schmelzen lässt. Ursprünglich kommt sie aus Kleinasien und bevorzugt feuchte, eher schattige Standorte. Sie ist einer der ersten Winterblumen, die den Frühling einleiten.

Was viele nicht wissen: das Galantamin in ihnen wird zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Es soll helfen, die Alzheimer-Krankheit zwar nicht zu heilen, doch den Fortschritt einzudämmen. Wegen der Vergiftungsmöglichkeit sollte eine Dosis aber genau genommen werden und nur unter Aufsicht eines Arztes.

Es gibt mehrere Arten, davon eine gefüllte, die ebenfalls sehr reizvoll ist, und eine mit extrem großen Blüten, die Galanthus elwesii, eine türkische Form. Ihre Blätter sind lanzettenartig und von einem kräftigen Grün, während die Blüten aus drei weißen äußeren Blütenblättern besteht und drei inneren, die die typische grüne Zeichnung aufweisen. Sie sehen wunderschön zusammen mit anderen Blütenkombinationen aus, wie beispielsweise mit blauen Scilla, die ebenfalls glockenförmige Blütenstände bildet oder auch blauer Iris, bunten Stiefmütterchen. Auch in der Vase halten sie sich ein paar Tage.

Die kleinen Zwiebeln werden im Herbst gesetzt, ca. 10 cm tief und mit jeweils 10 cm Abstand. Der Boden sollte locker sein, hervorragend eignet sich ein Standort unter lichten Bäumen und Sträuchern oder auch im Rasen. Sie können bis zu 20 cm hoch wachsen und blühen meist schon ab Februar. Sie sollten ungestört bleiben, zum einen verwildern sie schnell und bilden wunderbare Teppiche und zum anderen brauchen sie nach der Blüte Zeit, neue Nahrung einzuspeichern, die ihnen die Überlebensmöglichkeit im Sommer gibt.