Teichpflanzen

Nasse Füße - die Teichpflanzen

Seerose
Wasserlilie
Was gibt es schöneres, als einen eigenen plätschernen Teich im Garten? Oder auf dem Balkon? Er ist ein Biotop, der zahlreichen Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet, eine regelrechte Öko-Oase. Der Mensch erfreut sich an seiner Schönheit, dem beruhigendem Geräusch des fließenden Wassers, dem Schauspiel der blauen Libellen.
Teichpflanzen sind aber nicht nur schön, sondern sie erfüllen auch einen Zweck. Sie dienen zur 'Beilüftung' des Teichs, sie geben Sauerstoff, Schatten, Schutz, Nahrung. Doch es muss auf einige Dinge geachtet werden, bevor man 'wild drauflos' pflanzt. Denn Unausgeglichenheit lässt das Wasser 'kippen'.

Es gibt 3 Zonen und vier verschiedene Pflanzengruppen, die man unterscheidet: die Ufer- oder Sumpfzone, die Flachwasserzone und die Tiefwasserzone, wobei in der letzten noch die Schwimmpflanzen vorkommen. Außerdem gibt es eine Übergangszone, die nur mäßig feucht, aber nicht nass ist. Folgende Pflanzen passenden in die entsprechenden Zonen:
Übergangszone: Taglilie, Sibirische Schwertlilie, Knöterich und Dreimasterblume.
Feuchte Uferzone: Sumpfdotterblume, Sumpfschwertlilie, Blutweiderich, Wasserminze, Sumpfvergissmeinnicht und Mädesüss.
Flachwasserzone: Rohrkolben, Pfeilkraut, Schwanenblume, Fieberklee.
Tiefwasserzone: Seerosen, Wasseraloe, Seekanne, gelbe Teichrose.
Schwimmpflanzen: Tausenblatt, Wasserpest, Wasserhyazinthe, Wasserhahnenfuß.

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl und die Anzahl der vielen Pflanzen und Blumen ist riesig.

Ceratophyllum Demersum
Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass sie nicht 'wuchern', denn das führt zum Umkippen des Wassers, Algenbildung und eventuellem Ersticken von Pflanzen und Tieren wie Fischen etc. Fische halten übrigens die Mücken fern, da das Wasser letzte zwar anzieht, Fische aber deren Eier fressen.

Am Anfang wird der Teich noch recht trübe sein, aber Pflanzen und Tiere 'reinigen' ihn mit der Zeit und lassen ihn zu einem klarem, durchblickenden Wasserspiegel werden. Alle paar Jahre sollte leicht ausgelichtet werden. Die Uferzone, wo sich viele Tiere aufhalten, sollte mit einem Steg oder einem Weg aus Kies, Holz oder Naturstein geschützt werden.